Städtebau
Jüchen Süd
Ein zirkuläres Zukunftsquartier als Tagebaufolgelandschaft

Für die Entwicklung Jüchen Süd wurde ein städtebauliches Konzept zur Transformation der ehemaligen Tagebaulandschaft Garzweiler erarbeitet. Die Neubesiedlung verstand sich nicht als konventionelle Stadterweiterung, sondern als bewusste räumliche Antwort auf die tiefgreifenden Eingriffe der Vergangenheit. Ziel war es, Verantwortung für die landschaftliche Ausbeutung zu übernehmen und daraus eine neue, zukunftsgerichtete Identität zu entwickeln.
Die räumliche Ordnung folgte dem Prinzip Forest first. Vegetationsstrukturen bestimmten Erschließung, Parzellierung und Bebauung und bildeten das strukturelle Gerüst des Quartiers. Bäume fungierten als primäre Ordnungselemente und ermöglichten eine schrittweise, landschaftlich eingebettete Entwicklung mit hoher klimatischer Wirksamkeit und langfristiger Anpassungsfähigkeit.
Das Quartier war als Reallabor für zirkuläres Bauen, Energiegewinnung und ressourcenschonende Produktionsweisen angelegt. Die enge Verzahnung von Wohnen, Arbeiten und produktiven Landschaftsräumen förderte soziale Vielfalt und neue Formen des Zusammenlebens. Ein offenes, poröses Grundraster ermöglichte Wandel, Wachstum und die kontinuierliche Weiterentwicklung des Quartiers unter sich verändernden Rahmenbedingungen.
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